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Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Marzahn

 WIR SIND FREIKIRCHLICH ...

... weil das Bemühen um Erneuerung urchristlichen Gemeindelebens uns von den Institutionen trennte, die im allgemeinen als Kirche bekannt sind, nämlich die beiden großen, so genannten Volkskirchen, die Evangelische und die Katholische Kirche.

Die Trennung gründet insbesondere auf der unterschiedlichen Auffassung von Taufe und Mitgliedschaft. In den erwähnten Großkirchen wird man in der Regel bald nach der Geburt Mitglied durch die Taufe und kann im Erwachsenenalter eine selbständige Entscheidung zum Verbleib oder Austritt aus der Kirche treffen.

Für Gemeinden unserer Tradition kann nur der persönliche, freie Entschluss für den Glauben und der bewusste Eintritt in eine christliche Kirche die Mitgliedschaft begründen. Eine Mitgliedschaft, die z. B. im Säuglingsalter durch die Entscheidung der Eltern vollzogen wird, ist nur schwer mit dem Wesen des biblischen Zeugnisses und nicht zuletzt dem heutigen Denken und Lebensgefühl zu vereinbaren. So gehört das Eintreten für Glaubens- und Gewissensfreiheit bereits mit zu den historischen Wurzeln unserer Gemeinden.

Der eigenen Entscheidung folgt dann in der Regel die Taufe. Als Baptistengemeinde praktizieren wir die Taufe, wie sie im Neuen Testament beschrieben wird: als Glaubenstaufe durch Untertauchen (griechisch: baptizein). Wir taufen also einen Menschen nach seiner freien Entscheidung und dem Bekenntnis seines persönlichen Glaubens an Jesus Christus. Die Taufe verstehen wir als Zeichen der Vergebung, der Annahme durch Gott und der Erneuerung durch den Heiligen Geist. Sie wird im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes vollzogen. Mit der Taufe wird der Taufbewerber gleichzeitig in den Leib Christi, also in die Gemeinde als Mitglied aufgenommen.

Als eine von wenigen Gemeinden im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden gewähren wir in besonderen Fällen die Mitgliedschaft auch allein aufgrund eines persönlichen Bekenntnisses des Glaubens. Wer in einer christlichen Gemeinde mit einer anderen Taufpraxis Teil des Leibes Christi geworden ist, kann danach als Mitglied aufgenommen werden, wenn sie bzw. er die Tauflehre und –praxis unserer Gemeinde als neutestamentlich anerkennt und mitträgt, sich aber persönlich aus Gewissensgründen an die eigene, im frühen Kindesalter vollzogene Taufe gebunden fühlt. Voraussetzung dafür ist eine mehrjährige, verbindliche Teilnahme am Leben unserer Gemeinde. Von unserem Taufverständnis her leitet sich auch der Name für die christliche Richtung ab, zu der wir gehören, nämlich Baptisten, zu deutsch, Täufer.

Eine große Zahl der baptistischen Gemeinden in Deutschland haben sich zu einem demokratisch organisierten Gemeindebund, dem Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) zusammengeschlossen, zu dem wir als Marzahner Gemeinde auch gehören. Der BEFG ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (K.d.ö.R.) und zählt über 930 Gemeinden mit rund 88.000 Mitgliedern

Zu den vielen Aufgabenbereichen und Arbeitsfeldern, in denen der Bund für die Gemeinden und für die Gesellschaft engagiert ist, gehören z. B. das Bildungszentrum Elstal (bei Berlin) mit Theologischem Seminar, Bibelschule, Institut für Seelsorge und Psychologie, Jugendwerk u. a. m.; dann Sozial- und Diakoniewerke mit Suchtberatungen, Lebensberatungen, Seniorenheime, Kindergärten, Krankenhäuser usw.. Auch Missionsarbeit im In- und Ausland, Verlags- und Rundfunkarbeit gehören mit zu den breitgefächerten Aufgaben des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden.

Weltweit gesehen ist dieser Bund Mitglied des Weltbundes der Baptisten (BWA), der in 125 Ländern der Erde ca. 44 Millionen Mitglieder zählt (Stand 12/2003) und damit zu den größten protestantischen Kirchen gehört.

Die zwischenkirchlichen, ökumenischen Beziehungen des Bundes sind u. a. geprägt durch die Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), die auch zum Arbeitsbereich unserer Gemeinde in Marzahn gehört, und die Beziehungen zur Konferenz Europäischer Kirchen (KEK). Die Mitarbeit in der Evangelischen Allianz bildet darüber hinaus oft einen Schwerpunkt dieser, über die eigenen Grenzen hinausgehenden Zusammenarbeit mit anderen Kirchen und Gemeinden. Zu diesem Bereich gehört als fester Bestandteil außerdem die Einbindung in die Arbeit der Vereinigung Evangelischer Freikirchen in Deutschland (VEF). Neben den erwähnten Unterschieden zu anderen christlichen Richtungen sind uns also die Gemeinsamkeiten unseres einen christlichen Glaubens bewusst und wichtig und stellen uns in die ökumenische Herausforderung. (weiter)

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