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Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Marzahn

Geschichte

Die Geschichte unserer Gemeinde ...

... gehört zunächst in die allgemeine Geschichte der Baptisten und des  Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland. Hier  liegt unser Ursprung und unsere Tradition. Mehr dazu finden Sie auf den  Internetseiten unseres Gemeindebundes unter  www.baptisten.de

Wir wollen hier jedoch nicht die großen Linien der baptistischen  Geschichte, sondern vielmehr unseren eigenen Werdegang als christliche  Gemeinde in unserem Stadtteil vorstellen.
 
Chronik07Dieser Weg begann mit  dem Beschluss der damaligen DDR- Regierung, im Osten Berlins eine  Großsiedlung von bisher nicht gekannten Ausmaßen rund um das zum  Stadtgebiet gehörende kleine Dorf Marzahn zu errichten. So zogen  zwischen 1977 und 1988 etwa 175 000 Menschen in die neuen Hochhäuser.  Unter ihnen waren viele Christen, so auch etliche Mitglieder aus anderen Berliner Baptistengemeinden, darunter viele junge Familien. Was lag da  näher, als der Wunsch nach einer Gemeinde eigener Tradition vor Ort?

Dieser Herausforderung mussten sich alle christlichen Kirchen und  Gemeinschaften stellen. Sie taten es durch radikale Änderungen ihrer  Gemeindestruktur, durch die Gründung neuer Gemeinden und nicht zuletzt  durch den Bau von Kirchen und Gemeindehäusern.

Sie taten es vor  allem mit dem starken Wunsch, die gemeinsamen Inhalte ihres christlichen Glaubens zu betonen, um dadurch glaubwürdiger in eine Umgebung  hineinwirken zu können, in der nur noch etwa 4 Prozent der Bevölkerung  überhaupt einer christlichen Kirche angehören.

Ein sehr frühes  Zeugnis dafür ist ein Brief des Missionarischen Dienstes der  Evangelischen Kirche Berlin - Brandenburg Brief vom April 1977 an den  Gemeindekirchenrat der evangelischen Kirchgemeinde Marzahn und andere  Einrichtungen der Evangelischen Kirche. Er zeugt vom festen Willen der  damals Beteiligten, auch die Freikirchen, u. a. uns Baptisten mit ins  Boot zu nehmen. Dort hieß es:

"Die angestrebte ökumenische  Zusammenarbeit soll eine größtmögliche Gemeinsamkeit des (christlichen)  Zeugnisses verwirklichen, ohne die konfessionelle Identität der  Beteiligten zu verletzen also unvermischt und ungetrennt."

Leider blieb das ursprünglich gewollte ökumenische Miteinander, das eventuell  sogar im Bau eines gemeinsamen Gemeindezentrums seinen Ausdruck finden  sollte, aus kirchenrechtlichen und theologischen Gründen auf der  Strecke.

Das galt jedoch keineswegs für die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gemeinden der verschiedenen Kirchen und Freikirchen.

Die Entstehung unserer Gemeinde begann mit dem Treffen in einem  "Hauskreis", der schon bald keiner mehr war. Denn bereits lange vor der  förmlichen Gründung der Gemeinde konnte sich die Gruppe im katholischen  Seelsorgeheim in der Schönagelstraße 14 zum Gottesdienst treffen. Durch  dieses freundliche Entgegenkommen der katholischen Kirche wurde es im  Jahre 1984 möglich, dieses Gebäude und zwei Jahre später auch das dazu  gehörige Grundstück zu kaufen. Die Umgestaltung zum Gemeindezentrum  konnte beginnen.
198x_2000 von kath. Kindern bemaltes Haus

Pastor Hans-Günther Sachse, der am Entstehen der Gemeinde maßgeblich beteiligt war, beschreibt diesen Anfang:

"Am 11. November 1984 hatten wir den ersten Sonntagsgottesdienst in  Marzahn. (...) Dankbar dürfen wir bekennen: 'Unser Herr Jesus Christus  baut Gemeinde in Marzahn.'"

Am 29. Juni 1986 war es dann soweit:  28 Gemeindemitglieder feierten die offizielle Konstituierung der  selbständigen Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Marzahn.
 
Als Gemeinde, die Gastfreundschaft erfahren durfte, öffnen wir unser Haus  gern für andere christliche Gemeinden und Gruppen. So fand z. B. eine  vietnamesische Gemeinde bei uns Unterkunft, zu der bis heute enge  Kontakte bestehen. Auch Christen, die als Spätaussiedler nach  Deutschland gekommen waren, versammelten sich zeitweise in unseren  Räumen zu Gottesdiensten und Bibelgespräch in russischer Sprache.

Wir blicken dankbar auf die vergangene Zeit zurück.

Menschen fanden in unserer Gemeinde durch den Glauben an Jesus Christus Sinn und Halt für ihr Leben, haben mitunter tiefe Lebenskrisen überwunden und  sind gute Wege gegangen.

Starke und tragfähige persönliche  Beziehungen sind gewachsen, gegenseitige Annahme, Hilfe und  Unterstützung in schwierigen Situationen sind für uns ebenso wenig  Fremdwörter wie Geselligkeit, Freundschaft, aufrichtige Gespräche über  Gott und die Welt und all die anderen ganz normalen Dinge des Alltags.

Natürlich wissen wir auch um unsere Unzulänglichkeiten und Durststrecken - wir  sind nicht perfekt. Immer aufs Neue benötigen wir Halt, Ermutigung,  Trost und Vergebung, die wir im Glauben an Jesus Christus dankbar  erleben dürfen.

Wegen all dieser guten Erfahrungen mochten wir  eine Gemeinde sein (und in mancher Hinsicht auch erst noch werden), in  der Menschen Gottes Angebot des Glaubens erleben und annehmen können.

Im Blick auf die Vergangenheit sind wir dankbar. Im Blick nach vorn haben  wir die Hoffnung, dass es uns gelingt, gemeinsam mit den anderen Kirchen und Gemeinden in unserem Stadtteil möglichst viel Gutes für die hier  lebenden Menschen auszurichten.

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